aktualisiert am 02.01.2008    © copyright 2005  TRENCK ARCHIV

    
Was ist eine Fayence ?

Die Fayence ist ein keramisches Erzeugnis, das der Irdenware zugerechnet wird, mit einem porösen rot bis gelb brennenden Scherben und deckender Zinnglasur.
Die Fayence entstand schon mit der Erfindung der undurchsichtigen weißen Zinnglasur. Diese Glasur verdeckte den farbigen, nicht dicht gebrannten Scherben und auf diese Glasur verschmolzen die ersten Kupfer-, Kobalt- und Antimonfarben wie "Tinte auf Schnee". Mit dieser Malerei direkt in die rohe Glasur wurde im 9. Jahrhundert diese Töpferkunst begründet, die heute als "echte Fayence" bekannt ist. Die "echte Fayence" unterscheidet sich dadurch auch von der "normalen" Fayence, die eine undichte, eine mehr oder weniger deckende Glasur auszeichnet.
Für die Herstellung einer Fayence darf die Grundmasse nicht außer acht gelassen werden. Die Masse der Fayence besteht aus Tonen, denen noch Kieselsäure in Form von Sand sowie Kalk zugemischt wird. Durch Zusatz von Wasser wird die Masse formbar. Die Form der Fayence entsteht durch Drehen auf der Drehscheibe oder Formen, nicht aber durch Gießen!
Nach dem Trocknen erhält der geformte Scherben einen Schrühbrand. Er wird dabei auf 900 - 1000 Grad erhitzt. Der Scherben bleibt dabei porös, kann aber dadurch die Glasur gut halten. Die nach dem Schrühbrand deckende Zinnglasur (heute Zirkonglasur) wird sodann mit Scharffeuerfarben von Hand bemalt. Anschließend erfolgt der Glattbrand bei 950 - 1040 Grad Celsius. Dann erstrahlt die Fayence in ihren leuchtenden Farben.
 


Jahrgang 1965


Jahrgang 1985


Jahrgang 2005


Photos: Kristine von der Trenck
 

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